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Nachtjackenveedel Eigelstein

Geht man vom Dom aus in Richtung Norden, so durchquert man das Quartier rund um den Eigelstein. Dieses Viertel ist neben dem Severinsviertel ein typisches Kölsches Milieu, wo zwischen den Straßen "Unter Krahnenbäumen" und der Weidengasse das echte Herz von Köln schlägt. Früher arbeiteten am Eigelstein die Gerber, Schmiede, Glasbläser und Töpfer. Hier trafen sich linke Wiederstandskämpfer gegen die Nazis, dann florierte lange Zeit das Rotlichtmilieu: Dealer, Stricher, Nutten.

Über Jahrhunderte war die Prostitution im Stavenhof beheimatet, die in ihrer Enge mittelalterlich wirkende Bebauung bot geeigneten Schutz. D‘r Stüverhoff, wie er im Kölschen heißt, war über Jahrhunderte hinweg eine berüchtigte Prostituiertenmeile. Die enge, schummrige Gasse mit ihrer hohen Bebauung bot die besten Voraussetzungen für einen florierenden Rotlichtbezirk.1972 wurde die Innenstadt zum Sperrbezirk erklärt, wodurch der Stavenhof sein klassisches Gewerbe verlor. In der ehemals anrüchigen Gasse stehen längst moderne Mietshäuser.

In unmittelbarer Nähe des Eigelsteins stand bis in die 60er Jahre as berüchtigte Zuchthaus „Klingelpütz“. Der Abriss des alten Klingelpütz wurde durch Sprengung am 4. Juni 1969 vorgenommen, nachdem das neue Gefängnis in Köln-Ossendorf bereits teilweise fertiggestellt war.

Hier ließen sich in den 60er Jahren die ersten italienischen „Gastarbeiter“ nieder. Später kamen türkische Landsangehörige hinzu, die hier im Wirtschaftswunderland ihr Geld für ihre Lieben in der Heimat verdienen wollten.Vor allem in der Weidengasse, auch „Kölsch-Istanbul“ genannt, haben sich Trödelläden, Kebabbuden und Bekleidungsgeschäfte für Brautmoden niedergelassen.

Der Eigelstein ist der Inbegriff des Kölschen Veedels, beliebt bei den Bewohnern und beladen mit Klischees. Vom Inbegriff echter kölscher Lebensart ist oft die Rede, wo man sich noch kennt und ein Plausch an der Tür oder dem Fenster dazugehört.

Begleiten Sie mich durch dieses echt kölsche Veedel und lernen Sie seine Vielfalt kennen. Wir besuchen das türkische Restaurant „Bosporus“ und betrachten staunemd die Auslagen des Haushaltwarengeschaft von Paula Filz. Eigelsteintorburg und St. Ursula sind weitere Stationen auf unserem Weg über den Eigelstein. Ein kleiner Abstecher in das Kunibertveedel darf aber auch nicht fehlen.

Treffpunkt:

Vorhalle des Kölner Hauptbahnhofs - neben dem Blumenstand.


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Dauer:

2 Stunden

Sprache:

Deutsch

Maximalteilnehmer:

20
Gruppenpreis
  • Bis 20 Personen: 120 €
  • Jede weitere Person: 6 €

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