rent-a-guide unterwegs – Geschichten vom Viktualienmarkt

Ende März war Steffie einige Tage in München, um einige Führungen zu testen. So ging es freitagnachmittags bei leider nicht sehr frühlingshaftem Wetter mit Elisabeth Siedel über den Viktualienmarkt.

Wie der Markt wurde, was er ist

Das neue Rathaus

Das neue Rathaus

Doch bevor es auf den beliebten Münchner Markt geht, startet die Führung auf dem Marienplatz mit einer kleinen Geschichtsstunde zur Stadtentstehung. Während wir uns nach dem kurzen Exkurs auf den Weg zum Viktualienmarkt machen, erfahre ich, dass dieser erst seit dem Jahr 1807 an seinem heutigen Standort steht. Davor spielte sich das Marktgeschehen noch auf dem Schrannenplatz, dem heutigen Marienplatz, ab.

Im Laufe der folgenden Jahre machte der Markt zahlreiche Veränderungen durch, bis er im Jahr 1890 die endgültige, heutige Größe erreicht hatte. Auch die Zuordnung der Standplätze veränderte sich im Laufe der Jahre. Während bis 1870 die Plätze noch täglich neu verteilt wurden, bekamen die
Händler und Verkäufer ab diesem Zeitpunkt feste Zuweisungen.

Münchner Volkskunst

Liesl Karlstadt

Liesl Karlstadt

Neben den historischen Details zum Markt hat Frau Siedel auch viele Anekdoten parat, die sie mit Freude erzählt. So erfahre ich unter anderem, warum die Brunnenfiguren von Karl Valentin und Liesl Karlstadt immer frische Blumen in den Händen halten und dass die Regelung der nicht
vererbbaren Standzuweisung wohl nur theoretisch existiert.

Neben Karl Valentin und seiner Bühnenpartnerin Liesl Karlstadt sind auf dem Viktualienmarkt auch die Künstler Elise Aulinger, Ida Schumacher, Roidler Jackl und Weiß Ferdl als Brunnenfiguren verewigt. Gemeinsam repräsentieren die Sechs die Münchner Volkskunst.

Von Problemkindern und Geheimtipps

Während unseres Spaziergangs durch die sieben Abteilungen des Viktualienmarktes erfahre ich Interessantes und Wissenswertes über die verschiedenen Standl, die Zerstörung des Marktes im Zweiten Weltkrieg und der daraus folgenden Überlegung, den Markt ganz aufzugeben und über die
Einkaufsgewohnheiten des bekannten Sternekochs Alfons Schuhbeck.

Das Ende des Rundgangs führt uns zur etwas abseits gelegenen Schrannenhalle. Einst als Getreidehalle errichtet, dient sie als 2011 als zur Viktualienmarkt gehörende Markthalle für besondere Produkte.

Frau Siedel und Herr Valentin

Frau Siedel und Herr Valentin

Wie ich während der Führung erfahre, ist man in München aber nicht so richtig glücklich und zufrieden mit dem „Problemkind“ Schrannenhalle. Aber vielleicht hilft dabei ja die lila Schokoladenwelt eines bekannten Herstellers, die seit März 2012 im Untergeschoss beherbergt ist.

Unser Fazit: Frau Siedel bewies während der Führung, dass sie über ein unglaubliches Wissen verfügt, dass sie ihren Gästen gerne und mit Freude weitergibt. Dabei schafft sie genau den richtigen Spagat zwischen historischen Fakten, pikanten Anekdoten und spaßigen Geschichten. Und den ein oder anderen Tipp für den besten Obazda der Stadt und den leckersten Gewürzgurken hat sie für ihre Gäste dann auch noch auf Lager. Wo genau ihr die Produkte allerdings kaufen könnt, verrät euch Frau Siedel am besten selber. Aber der Obazda war wirklich hervorragend!

Hier könnt ihr euch die Details zur Viktualienmarkt-Führung anschauen und diese auch direkt buchen.

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben