rent-a-guide unterwegs – Tourbericht Istanbul

Wer zum ersten Mal nach Istanbul reist, hat in der Regel während des Aufenthaltes ein Ziel: der Sultanahmet Platz. Rund um diesen bekannten Platz befinden sich die Hauptattraktionen, darunter die Hagia Sophia, die Blaue Moschee, der römische Hippodrom, die Basilika Zisterne und der Topkapı-Palast. In den Hauptreisemonaten suchen die Touristen in Scharen diese Sehenswürdigkeiten auf, wir aber konnten uns relativ ungestört zwischen den Attraktionen bewegen – mit unserem Guide Cengiz Altuntas an der Seite.

Desirée und Helen vor der Hagia Sophia

Unsere Istanbul Tour startet am Samstagmorgen um 11 Uhr. Cengiz empfängt uns in der Lobby unseres Hotels und gemeinsam geht es zunächst zum nur wenige Meter entfernten Taksim Platz, der höchste Punkt auf der europäischen Seite in Istanbul. Die Füniküler, eine unterirdisch fahrende Standseilbahn, verbindet die am Bosporus gelegene Station Kabatas mit der Bergstation am Taksim Platz. Die Fahrtzeit dauert knapp zwei Minuten, das Ticket kostet – wie alle Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln – 3 TL (ca. 1,30 €). Unten angekommen, zeigt uns Cengiz das Hafengelände. Im vergangenen Sommer legten über 300 Kreuzfahrtschiffe in Istanbul an. Er erzählt uns auch viele weitere interessante Hintergründe. So wird seit einigen Jahren an einem Eisenbahntunnel unter dem Bosporus gearbeitet, der den asiatischen und europäischen Teil miteinander verbinden soll. Die Eröffnung, die eigentlich schon für 2010 geplant war, archäologische Funde brachten den Zeitplan aber durcheinander, ist nun für den 29. Oktober 2013, der 90. Jahrestag der Gründung der türkischen Republik, vorgesehen.

Blaue Moschee

Blaue Moschee

Die Altstadt ist problemlos mit der Metro zu erreichen. Wir aber lassen uns von unserem Fahrer bringen, wenngleich bei dem hohen Verkehrsaufkommen die öffentlichen Verkehrsmittel zumeist die bessere Alternative darstellen. Als wir den Sultanahmet Platz erreichen, ertönt durch die Minaretten der Sultan-Ahmed-Moschee, den Deutschen besser unter „Blaue Moschee“ bekannt, der Gebetsaufruf. Zu dieser Zeit ist die Moschee für Touristen freilich nicht zugänglich. Wir ziehen deshalb den Besuch des Hagia Sophia vor (Eintritt 25 TL, ca. 11 €; in Begleitung unseres Stadtführers können die Warteschlangen umgangen werden!). Wir sind vor allem auch froh, den starken Regen für eine Weile entkommen zu können.

Die Hagia Sophia, eine ehemalige byzantinische Kirche und Moschee, fungiert seit 1935 als Museum. 532 war mit dem Bau begonnen worden. Heute sind vor allem auch die Folgen des Einmarsches der muslimischen Eroberer zu sehen, ursprünglich war die Kuppel der Kirche vergoldet, die Plünderer leisteten aber ganze Arbeit. Eindrucksvoll ist der Besuch der Hagia Sophia aber allemal.

In der Hagia Sophia

In der Hagia Sophia

Im Anschluss kommen wir zu unserem ersten Moschee-Besuch. Für gewöhnlich zieht sich die Besucherschlange um den ganzen Innenplatz, wir aber müssen nur den kurzen Stopp am Eingang machen, um unsere Schuhe auszuziehen, denn der Gebetsraum ist natürlich auch in der „Blauen Moschee“ mit Teppich ausgelegt. Der Name führt übrigens auf die angebrachten blauen Kacheln in Innenbereich zurück. Eine Kopftuch-Pflicht gibt es für Frauen derweil nicht.

Nach einer anschließenden Pause in einem Kaffee in der Altstadt, stehen noch die Basar-Besuche auf dem Programm. Wir erfahren von Cengiz, dass sich der Große Basar heute aus 180 Straßen mit über 4000 Händlern zusammensetzt. Seit dem Bau im 15. Jahrhundert wurde er somit systematisch zum größten orientalischen Basar der Welt ausgebaut. Wer einfach nur mal durch die Gassen schlendern möchte, benötigt vor allem Nervenstärke. Von allen Seiten versuchen die Händler ihre Ware an den Mann bzw. an die Frau zu bringen, zumindest die Begrüßungsworte haben sie in allen Sprachen einstudiert. Nicht ganz so touristisch geht es im Gewürzmarkt zu. Im Gegensatz zum Großen Basar sind hier zumeist auch feste Preise ausgezeichnet, was aber nicht heißt, dass man es nicht zumindest mit dem Verhandeln versuchen kann.

Der Große Basar

Der Große Basar

Nach rund sechs Stunden sind wir um zahlreiche interessante Eindrücke reicher und haben viele Hintergrundinformationen von Cengiz erfahren. Nur auf den starken Regen hätten wir gerne verzichtet.

Unser Fazit: Cengiz Altuntas, der die Touren gemeinsam mit einem Team von rund sechs ebenso qualifizierten und deutschsprachigen Stadtführern durchführt, können wir uneingeschränkt weiterempfehlen!

Für alle, die es bequem mögen empfehlen wir vorab einen Flughafentransfer in Istanbul zu buchen.

...unser Video folgt in Kürze...

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