Eine Auswahl der schönsten und skurrilsten Feste der Welt

Eine Auswahl der schönsten und skurrilsten Feste der Welt

Tomatina

Den Anfang der skurrilsten und schönsten Feste macht das Tomatina-Fest in der Stadt Buñol in Spanien. Es findet einmal jährlich im August statt und kann mit Sicherheit der Rubrik „Skurril“ zugeordnet werden. Tomatina hat weder politische noch kulturelle oder religiöse Hintergründe, es dient lediglich zur Bespaßung von Einheimischen und Touristen. Der Ablauf ist simpel: am Tag des Festes werden tonnenweise Tomaten in die Straßen von Buñol gekippt, die den Teilnehmern als Munition für eine wilde Tomatenschlacht dienen.

By Graham McLellan from London, UK, via Wikimedia Commons

Das große Affen-Buffet

Dieses zugegeben skurrile als auch rührende Fest richtet sich an die uns Menschen ähnlichste Tierart, den Affen. In der Stadt Lobpuri, nördlich von Bangkok, findet einmal im Jahr, meistens im November, das Monkey Buffet Festival statt. Dort leben um die 2000 Langschwanzmakaken, die mittlerweile die gesamte Stadt bevölkern. Die Einheimischen empfinden sie jedoch nicht als Plage. An dem Festtag bekommen die Tiere ein reichhaltiges Buffet aus Trauben, Melonen, Maiskolben und Bananen serviert. Alles wird liebevoll mit Blumen geschmückt und extra für die Affen angerichtet. Außerdem dürfen die tierischen Gäste Softgetränke, Fruchteis und Süßigkeiten naschen.

By André Ueberbach (Eigene Aufnahme von André Ueberbach/Own production), via Wikimedia Commons

 

Up Helly Aa - das Wikingerfest

Jedes Jahr am letzten Dienstag im Januar verwandelt sich das schottische Städtchen Lerwick in eine Wikingerhochburg. Mit Rüstungen aus Leder, Fell und Metall verkleidet ziehen rund tausend bärtige Männer mit Fackeln durch die Straßen und singen Lieder aus längst vergangenen Zeiten. Als Höhepunkt des Festes wird ein prachtvolles Wikingerboot aus Holz von den Männern angezündet. Nachdem feierlich dabei zugesehen wurde wie es verbrennt, wird bis zum Morgengrauen getanzt und gefeiert.

Calgary Stampede

Canada ohne Cowboys? Unvorstellbar. Diese Kultur und Tradition ist tief in der Gesellschaft der Canadier verwurzelt. Die Calgary Exhibition and Stampede ist eine zehntägige Landwirtschafts-Ausstellung in der canadischen Stadt Calgary. Sie gilt als die weltweit größte Rodeoshow. Circa 1,5 Millionen Besuchern strömen jährlich zu der größten Outdoor-Veranstaltung. Das Highlight des Festivals ist das Stampede Rodeo, bei dem Preisgelder von insgesamt 2 Millionen Dollar vergeben werden. Weitere Attraktionen sind diverse Bühnenshows, Konzerte, Pferderennen, landwirtschaftsliche Wettbewerbe, Planwagen-Rennen und First Nations Ausstellungen. Der Start der Ausstellung wird durch die große Parade eingeleitet, bei der Schauspieler, Politiker, Sportler und andere Perosnen des öffentlichen Lebens teilnehmen. Zu der Zeit des Stampeds gilt in Calgary inoffizielle Cowboyhut-Pflicht. Egal ob Männer, Frauen oder Kinder, kaum einer ist zu der zeit ohne traditionelle Kopfbedeckung unterwegs.

By JamesTeterenko, via Wikimedia Commons

 

Holi Festival

Das Fest der Farben findet seinen Ursprung in Indien und erfreut sich mittlerweile vielen Nachahmern. Es ist ein indisches Frühlingsfest, das am Vollmondtag des Monats Phalguna (Februar/März) stattfindet und zwischen 2-10 Tagen dauert. Es wird in vielen Teilen Indiens gefeiert, wobei es je nach Region unter einem anderen Namen bekannt ist. Am ersten Tag des zeremoniellen Festes wird in der Nacht ein Feuer entzündet, in welchem eine Strohfigur (Holika) verbrannt wird. Die Figur stellt eine Dämonin dar, deren Vernichtung durch die Verbrennung symbolisiert wird. Die Menschen feiern bei dem spirituellen Fest den Triumph des Guten über das Böse. Am zweiten Tag beginnt der farbenfrohe und ausgelassene Teil des Festes. Es wird ausgelassen gefeiert, wobei sich die Menschen mit gefärbtem Wasser oder Pulver besprengen und bestreuen. An diesem Tag werden die Grenzen durch Kaste, Geschlecht, Alter oder gesellschaftlichem Status aufgehoben, die in Indien nach wie vor eine große Rolle spielen und das Schicksal der Menschen vorbestimmen. Neben dem spirituellen Hintergrund symbolisiert das Fest den Übergang vom Winter zum Frühling. Es hat des weiteren auch einen zwischenmenschlichen Aspekt, denn es heißt, dass in diesen Tagen alle Streitigkeiten begraben werden sollen.

Boryeong Schlamm-Festival, Südkorea

Das wohl schmutzigste Fest ist das Boryeong Schlamm-Festival in Südkorea. An dem beliebten Stadtstrand Daecheon-Strand findet jeden Sommer ein wildes Spektakel statt, bei dem sich Menschenmassen in dem mineralhaltigen Schlamm des Watts suhlen können. Es wird in einem riesigen Schlammbecken angerichtet. Der Hintergrund dieses festes ist banal, aber wirkungsvoll. Es wurde lediglich ins Leben gerufen, um Touristen anzulocken. Mit Erfolg!

The Cooper's Hill Cheese-Rolling and Wake

Dieses viertägige Festival in Großbritannien beruht auf einer über 200-jährigen Tradition, dem Laib Gloucester-Käse, welcher in Cooper's Hill einen Berg hinabrollt. Ziel ist es, dem Käse hinterher zu rennen, was bei der Steigung und der Geschwindigkeit des Käses (bis zu 110km/h) eine enorme Herausforderung darstellt. Das Spektakel erfreut sich großer Beliebtheit und lockt jährlich bis zu 15.000 Teilnehmer an. Der Gewinner geht natürlich nicht leer aus. Der Preis ist natürlich der Käse!

By Dave Farrance, via Wikimedia Commons

Ihr wollt nicht mit Tomaten schmeißen, sondern sie lieber essen? Wie wäre es dann mit einer unserer kulinarischen Touren in Barcelona? Und für den Käse haben wir auch eine Alternative: eine Stadtführung durch Basel mit Käsefondue!

Text: Pia Kramps

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