Bhutan - das glückliche Königreich

Bhutan, annähernd so groß wie die Schweiz, liegt inmitten des Himalayagebirges und grenzt an Indien und China, bzw.Tibet. Ein Großteil seiner Fläche ist bewaldet und liegt auf über 2000 Metern Höhe. Das kleine Königreich birgt noch immer viele Geheimnisse und Einflüsse von außen werden einer genauen Prüfung unterzogen und gegebenenfalls auch per Gesetz abgewehrt, um die starke nationale Identität zu bewahren. Das Land hat eine stolze Kultur und für die Politik haben der Umweltschutz und das „Bruttosozialglück“ oberste Priorität.

Bhutan, annähernd so groß wie die Schweiz, liegt inmitten des Himalayagebirges und grenzt an Indien und China, bzw.Tibet. Ein Großteil seiner Fläche ist bewaldet und liegt auf über 2000 Metern Höhe. Das kleine Königreich birgt noch immer viele Geheimnisse und Einflüsse von außen werden einer genauen Prüfung unterzogen und gegebenenfalls auch per Gesetz abgewehrt, um die starke nationale Identität zu bewahren. Das Land hat eine stolze Kultur und für die Politik haben der Umweltschutz und das „Bruttosozialglück“ oberste Priorität.

Bhutans Identität

Westliche Einflüsse und technische Neuerungen betrachten Bhutaner mit Argwohn. Tabakwaren und Plastiktüten etwa werden nicht in das Land gelassen – aufgrund zu hoher Gesundheits- und Umweltrisiken. Und so kommt es auch, dass Thimphu die einzige Hauptstadt der Welt ohne Ampelsystem ist.

Testweise gab es vor einigen Jahren ein paar Ampeln, doch die waren vielen Bhutanern zu unpersönlich, denn sonst regelten Verkehrspolizisten den Verkehr. Die Ampeln wurden daraufhin wieder entfernt und die vertrauten Verkehrspolizisten wieder eingesetzt.

Ein Zoo von Thimphu wartet mit einer weiteren Überraschung auf. Während man als westlicher Tourist an Artenvielfalt und Exotik gewöhnt ist, widmet sich der bhutanische Zoo einzig und allein seinem Nationaltier, dem Takin, das als  Mischung aus Rind und Ziege (man nennt der Takin auch Rindergämse oder Gnuziege) wunderbar zur Einzigartigkeit des Landes passt. Der Nationalsport Bhutans und ein Teil der nationalen Identität ist das Bogenschießen. Die Wettkämpfe finden in der Regel zwischen zwei Dörfern statt und sie sind dabei gleichzeitig Volksfest und kulturelles Ritual. Bogenschießen ist die einzige olympische Disziplin, an der bisher Sportler des Landes teilnahmen.

Religion in Bhutan

In Bhutan ist der Vajrayana-Buddhismus offizielle Nationalreligion. Die bunten, wehenden Gebetsfahnen begegnen dem Reisenden überall – ob auf dem Land oder in der Stadt. Die Mönchskultur ist sehr stark ausgeprägt und Klosterfeste sind Höhepunkte bhutanischer Festivitäten.

Die Bhutaner verehren viele Naturgötter, die dem Glauben nach Klippen, Seen und Berge bewohnen.

In der Tat ist es verboten, den Gangkhar Puensum ab einer bestimmten Höhe zu besteigen, um die Götter nicht zu erzürnen. Und so ist der 7.570 Meter hohe Gipfel der höchste noch nicht bestiegene Gipfel der Welt.

Auch Bhutans Wälder sind heilig. Aus religiösen aber auch aus artenschutzrechtlichen Gründen ist es gesetzlich geregelt, dass zu jeder Zeit mindestens 60% der bhutanischen Landesfläche bewaldet sein müssen.

Plant ein Bhutaner die Fällung eines Baumes – etwa um sein Haus zu bauen – muss er als Ausgleich an anderer Stelle einen neuen Baum pflanzen.

Tradition in Bhutan

In Bhutan ist man stolz auf die Zorig Chusum, 13 traditionelle Kunst- und Handwerksformen, die auch heute noch von vielen Bhutanern beherrscht werden und mit denen der Lebensunterhalt bestritten wird. Der „Meister“ eines Faches gibt sein Wissen der Tradition nach nur an seine Familienmitglieder oder an wenige ausgewählte Schüler weiter. Zu den Zorig Chusum zählen unter anderem Zimmermannskunst, Steinmetzkunst, Schnitzerei, Holzdrechselkunst und Papierherstellung.

Eine weitere wichtige Tradition ist die bhutanische Tracht. Auch heutzutage werden die knielangen Roben Ghos (Männer) und Wickelkleider Kiras (Frauen) praktisch täglich getragen – ob bei einem Klosterfest oder der Feldarbeit. Je nach Anlass unterscheidet sich nur die Qualität und das Muster der Stoffe. Männer tragen eine Schärpe, deren Farbe seinen Stand repräsentiert. So trägt der König trägt Gelb, die Minister Orange, Richter Grün und „einfache“ Bhutaner stets Weiß.

„Bruttosozialglück” - das besondere in Bhutan

Das vielleicht bemerkenswerteste Konzept Bhutans ist die Philosophie des “Bruttosozialglücks” (Gross National Happiness), das gleichzeitig oberstes Staatsziel ist.

Nach Auffassung der Regierung kann die Zufriedenheit aller Bhutaner nur durch eine gesunde Balance zwischen materiellem Wohlstand (Wirtschaftswachstum) und immateriellem Wohlstand (nachhaltige Entwicklung, Bildung, Umweltschutz und kultureller Erhalt) erreicht werden. Und so wird jeder Gesetzentwurf einem speziellen “Bruttosozialglück”-Kontrollsystem unterzogen, das sicherstellt, dass das Vorhaben keine negativen Auswirkungen auf die Bevölkerung hat.

Reisen nach Bhutan

Bhutan spricht sich klar und deutlich gegen Massentourismus aus und legt stattdessen großen Wert auf exklusiven und qualitativ hochwertigen Tourismus. Das Land kann nur mittels geführter Touren bereist werden und jeder Tourist ist angehalten, 250 USD pro Tag für touristische Leistungen (Übernachtungen, Führungen, Verpflegung etc.) auszugeben. Davon werden 65 USD abgeführt, um das nationale Bildungs- und Gesundheitssystem zu unterstützen. So wird sichergestellt, dass alle Bhutaner indirekt vom Tourismus profitieren – ganz im Sinne des „Bruttosozialglücks”.

Da die Reisen organisiert sein müssen, ist es fast nur möglich über einen Reiseveranstalter nach Bhutan zu reisen. Hier gibt es Spezialisten wie den Bhutan Experten East Asia Tours.

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