Einzigartige Buddha-Statuen in Ost- und Südasien

Wir zeigen euch einige der schönsten Buddhastatuen in Süd- und Ostasien - einzigartige religiöse Pracht erwartet euch!

Der Buddhismus, eine der großen Weltreligionen, ist vorwiegend in Asien verbreitet, jedoch finden sich auch überall auf der Welt Gemeinschaften, die dieser Lehre anhängen. Der Prinz Siddhartha Gautama, um 500 v.Chr. in Nordindien geboren, gilt als Gründer dieser Religion. Der Buddhismus ist keine theistische Religion, da kein Gott verehrt wird wie z.B. im Christentum oder Judentum, sondern sie geht davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeit, den Weg der Erleuchtung zu finden, in sich trägt. Durch Meditation und Erkenntnis kann das Leid und das Verharren im Leid überwunden und so der Weg ins Nirwana beschritten werden.

Nach einem Erweckungserlebnis lehrte Siddhartha Gautama als „historischer Buddha“ sein Leben lang und verbreitete so die buddhistische Lebensweise und den ethischen Verhaltenskodex seiner Lehre. Obwohl Buddha nicht als Gott verehrt wird, finden sich zahlreiche Buddhastatuen in Asiens Tempeln. Viele davon sind einen Besuch wert, da sie entweder von beeindruckender Größe, besonderer Kunstfertigkeit oder aus besonderem Material sind.

Vier davon wollen wir euch heute exemplarisch vorstellen.

Der Tempel des Ruhenden Buddha

Der Tempel des Ruhenden Buddhas, Wat Po, ist eine der ältesten Tempelanlagen Bangkoks. Dort befindet sich die berühmte 46 Meter lange und 15 Meter hohe, liegende, vergoldete Buddha-Statue. Sie symbolisiert das „Erlöschen“ (Nirwana) Buddhas. An den Füßen der Statue sind 108 charakteristische Symbole Buddhas aus wertvollem Perlmutt eingearbeitet.

So beeindruckend die Buddha-Statue im Wat Po ist, sie ist bei weitem nicht das einzig besondere an diesem Tempel. Unter König Rama III. im 19. Jahrhundert wurde der Tempel als offene Universität eingesetzt. In dieser Zeit wurde verschiedenes Wissen an diesem Ort zusammengetragen und gelehrt, unter anderem das Wissen der Thailändischen Medizin. So gilt der Tempel als Geburtsort der heute weltweit bekannten Thai-Massagen, die aus einer Kombination dieses wertvollen Medizinwissens heraus entstanden.

Der Große Buddha von Leshan

Der Große Buddha von Leshan ist mit einer Höhe von 71 Metern die weltweit größte Buddha-Statue aus Stein. Unweit der südwestchinesischen Stadt Leshan wurde der sitzende Buddha während der Tang-Dynastie im 8. Jahrhundert über ganze 90 Jahre hinweg in einen großen Felsen gehauen. Der Felsen liegt unmittelbar am Zusammenfluss dreier Flüsse. Der Bau der Buddha-Statue sollte, so ist es überliefert, die unruhigen Gewässer besänftigen und die gefährliche, aber wichtige Schifffahrt sicherer machen.

Tatsächlich wurden während der langen Bauarbeiten so viele Felsbrocken abgetragen und im Wasser versenkt, dass sich der Flusslauf veränderte. Schiffe konnten ab diesem Zeitpunkt problemlos durch das nun ruhigere Wasser navigieren. Inwieweit Buddha seine Finger im Spiel hatte, liegt im Auge des Betrachters. Eine schöne Geschichte ist es allemal!

Seit 1996 ist der Große Buddha von Leshan UNESCO-Weltkulturerbe. Er ist umgeben vom Dafo-Park, von dem aus die Besucher die mächtigen Dimensionen der Statue in sich aufnehmen können. Zwar ist der große Buddha von Lesan bei den meisten klassichen China Rundreisen nicht eingeplant, wer aber individuell reist, sollte hier auf jeden Fall vorbei schauen.

Der Tian Tan Buddha

Der Tian Tan Buddha ist eine Bronzestatue auf der Insel Lantau bei Hongkong. Die Statue in der Nähe des buddhistischen Klosters Po Lin symbolisiert den Einklang zwischen Mensch, Natur und Religion. Der sitzende Buddha ist 23 Meter hoch (mit Sockel 34 Meter). Damit ist die Statue der größte „freisitzende“ Bronze-Buddha der Welt.

Während der Große Buddha von Leshan bereits vor vielen Jahrhunderten das Licht der Welt erblickte, entstand der Tian Tan Buddha erst in den 1980er-Jahren. Er wurde aus ca. 200 Bronzeteilen zusammengesetzt und im Dezember 1993 in einer feierlichen Zeremonie unter Anwesenheit buddhistischer Mönche aus aller Welt eingeweiht.

Im Inneren des Buddha ist eine große Glocke, die 108mal am Tag schlägt. Die 108 Schläge symbolisieren die „108 Laster der Menschheit“, eine zentrale Lehre des Buddhismus. Unterhalb der Buddha-Statue befinden sich acht kleinere Statuen, die den großen Tian Tan Buddha preisen.

Rund 260 Stufen führen hinauf zu der Statue, aber die Anstrengung lohnt sich, denn von der Plattform aus hat man einen traumhaften Blick – nicht nur auf die Buddha-Statue selbst sondern auch auf die umliegenden Berge und das Meer.

Der Baum-Buddha von Ayutthaya

Der letzte Buddha, den wir euch vorstellen möchten, ist weder wegen seiner besonderen Größe oder noch wegen des besonderen Wertes seines Materials, wohl aber wegen seiner Originalität durchaus erwähnenswert. Seht selbst!

Ayutthaya war von 1350 bis 1767 Hauptstadt des ehemaligen Siams und Residenz von 33 Königen. Berichten aus jener Zeit zufolge war Ayutthaya in jener Zeit eine der beeindruckendsten Städte Asiens. Zahlreiche Tempel und deren Buddha-Statuen zeugen von der Bedeutung dieser altehrwürdigen Stadt.

In der Nähe des Tempels Wat Mahathat findet sich ein kleiner Buddha-Kopf, der aus Baumwurzeln „herausschaut“. Wenn die Natur im Laufe der Zeit Städte und Bauwerke zurückerobert, macht sie normalerweise vor Nichts und Niemandem halt. Der Baum-Buddha bildet die Ausnahme von dieser Regel, denn unerklärlicherweise haben die Baumwurzeln den Kopf des Buddhas zwar umrankt, aber nicht überrankt.

Diese Auswahl an Buddha-Statuen ist nur ein winziger Bruchteil dessen, was Ost- und Südostasien und der Buddhismus zu bieten haben. In der Tat begegnen euch an vielen Ecken die Statuen zu Ehren des Glaubensbegründers. Und sie alle zeugen von der tiefen Religiosität und der Suche nach dem rechten Weg. Diese religiöse Verbundenheit der Regionen sollte bei jeder Asien Reise beleuchtet werden.

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