Frankfurt: Sehenswürdigkeiten, Tipps und Touren

Frankfurt am Main genießt nicht den besten Ruf als Reiseziel – wir denken zu Unrecht. Frankfurt ist viel mehr als nur der Flughafen und auch das Image als Drogenhotspot, das sich in den 80iger Jahren etablierte, ist längst überholt. Wer Frankfurt kennenlernt, der erlebt eine moderne Stadt mit Manhattan-Feeling aufgrund der Hochhäuser, der kann eine schöne Altstadt erkunden, lokale Spezialitäten in kleinen, urigen Lokalen genießen und von einem Schiff auf dem Main einen wunderbaren Blick auf die Skyline Frankfurts genießen. Mainhatten, wie die Stadt auch liebevoll vo...

Frankfurt am Main genießt nicht den besten Ruf als Reiseziel – wir denken zu Unrecht. Frankfurt ist viel mehr als nur der Flughafen und auch das Image als Drogenhotspot, das sich in den 80iger Jahren etablierte, ist längst überholt. Wer Frankfurt kennenlernt, der erlebt eine moderne Stadt mit Manhattan-Feeling aufgrund der Hochhäuser, der kann eine schöne Altstadt erkunden, lokale Spezialitäten in kleinen, urigen Lokalen genießen und von einem Schiff auf dem Main einen wunderbaren Blick auf die Skyline Frankfurts genießen. Mainhatten, wie die Stadt auch liebevoll von ihren Bewohnern in Anlehnung an das New Yorker Stadtviertel Manhattan genannt wird, ist eine weltoffene und internationale Stadt, die auch kulturell viel zu bieten hat.

Was ihr in Frankfurt sehen solltet

Wir stellen euch einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die ihr nicht verpassen solltet, vor:

Main Tower in Frankfurt

Aussichtsplattform auf dem Main Tower

Um euch einen Überblick über Frankfurt zu verschaffen, empfiehlt es sich, die Besucherplattform des Main Towers zu besuchen. Dies ist der höchste öffentlich zugängliche Aussichtspunkt der Main Metropole. Um lange Warteschlangen zu vermeiden, sollte man die Tickets vorab online erwerben. Von der 200 Meter hohen Aussichtsplattform habt ihr einen wunderbaren Blick über die Altstadt, den Main und bei gutem Wetter sogar bis in den nahegelegenen Taunus hinein. Wer möchte, kann auch im guten Restaurant essen und den Ausblick genießen.

Der Frankfurter Römer

Rathaus der Römer und der Römerberg

Der Frankfurter Römer ist eines der bekanntesten und geschichtsträchtigsten Gebäude von Frankfurt am Main.  Es ist das Rathaus und somit Sitz des Oberbürgermeisters. Bereits 1405 kaufte die Stadt an dieser Stelle Gebäude, die zum Regierungssitz der Stadt wurden, so dass hier seit über 600 Jahren die Geschicke der Stadt entschieden werden. Vor allem im Mittelalter war der Römer auch überregional von großer Bedeutung, denn hier wurden Krönungsbankette der Kaiser abgehalten. Im Kaisersaal, den man besichtigen kann, befinden sich Porträts der Kaiser.

Der Römerberg in Frankfurt

Der Römerberg, der Platz vor dem Römer, ist von wunderschönen, historisch liebevoll rekonstruierten Fachwerkhäusern umgeben. Viele der Gebäude waren im 2.Weltkrieg stark beschädigt worden. Ebenfalls befindet sich dort die Alte Nikolaikirche, der Minervabrunnen, der Justitiabrunnen und das Haus „Großer Engel“.

Paulskirche

Paulskirche

Ein weiteres Gebäude mit einer herausragenden historischen Bedeutung ist die Paulskirche nur wenig Meter neben dem Römerberg.  Sie war 1848 der Tagungsort des ersten gesamtdeutschen Parlaments. Hier wurde über die Bildung eines deutschen Nationalstaats mit einer freiheitlichen Verfassung debattiert. Er ist also einer der wichtigsten Orte der deutschen Demokratie.

Kaiserdom – Dom St. Bartholomäus

Kaiserdom – Dom St. Bartholomäus

Der Dom St. Bartholomäus wurde von 1250 bis 1514 erbaut, an gleicher Stelle standen aber bereits ab dem 7. Jahrhundert Kirchen. Den Namen St. Bartholomäus trägt er, da eine Schädelreliquie des Apostels Bartholomäus in der Stiftskirche aufbewahrt wird. Den Beinamen Königsdom erhielt er später aufgrund seiner Funktion. Ab dem Jahr 1356 wurden hier die deutschen Könige gewählt, ehe ab 1562 die Kaiser im Dom gekrönt wurden.

Vom Turm des Doms hat man einen wunderbaren Blick über die Altstadt.

Goethe Haus

Goethe Haus

Einer der bekanntesten Söhne der Stadt ist der Dichter Johann Wolfgang von Goethe, der 1749 in Frankfurt das Licht der Welt erblickte. Ihr könnt heute noch sein Geburtshaus besichtigen, in dem er mit seinen Eltern und Geschwistern seine Kindheit verbrachte. Die alten Möbel und Bilder geben euch einen Eindruck, von der Atmosphäre in der er die ersten Schriften verfasste.

Museumsufer

Entlang des Mains befindet sich eine Vielzahl von Museen. Insgesamt sind es 37 Museen zu den unterschiedlichsten Themen, wovon sich aber nur 15 genau am südlichen oder nördlichen Ufer des Mains befinden.  Es gibt gesonderte Museumsufertickets, die euch Eintritt zu den Museen bieten. Nehmt euch aber auf jeden Fall viel Zeit, denn in den Museen erwarten euch spannende Exponate und Geschichten.

Palmengarten

Wer ein bisschen Ruhe in der pulsierenden Main Metropole sucht, dem sei der Palmengarten empfohlen. Auf knapp 22 Hektar Parkfläche und rund 9.000 Quadratmetern Gewächshäusern kann man die beeindruckende Pflanzenwelt aus vielen Regionen der Welt bewundern. Jedes Gewächshaus entführt euch dabei in eine andere Region der Welt und man vergisst zeitweise, dass man sich in Deutschland befindet.

Bahnhofsviertel

Das Bahnhofsviertel ist ein Viertel mit zwei Seiten, denn auf der einen Seite gibt es den Rotlichtbereich und teilweise auch noch eine Drogenszene, dennoch ist es aber ein Teil von Frankfurt, den man gesehen haben sollte. Gelegen zwischen dem Hauptbahnhof und der Innenstadt mit der Fußgängerzone „Zeil“, kommt man an diesem Viertel auch fast nicht vorbei. Und man ist überrascht, wie viel mehr das Viertel zu bieten hat. Man muss nur wissen, wo man schaut. So gibt es hervorragende Restaurants, wunderschöne Bars und vieles mehr. Um das Viertel in seiner Vielfalt zu erleben, sollte man sich einer Tour anschließen. Gerade nachts erwacht das Bahnhofsviertel zum Leben mit all seinen Lichtern und Menschen.

Wie man Frankfurt am Besten erkundet

Zu Fuß: Einige der Sehenswürdigkeiten liegen in Laufnähe, so dass man diese gut verbinden kann. Allerdings gilt dies nicht für alle interessanten Orte, so dass ihr eure Laufroute gut planen solltet.

Öffentliche Verkehrsmittel: Für weiter entfernte Orte bietet sich das öffentliche Verkehrssystem an, da die Bahnen und Busse in kurz getackteten Frequenzen verkehren und das Haltestellennetz engmaschig ist.

Hop On Hop Off Touren: Am einfachsten ist die Stadt aber mit einem der Hop On Hop Off Bustickets zu erkunden. Die Busse halten an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten und ihr könnt sooft zu- und aussteigen, wie ihr wollt. Zusätzlich gibt es an Bord einen Audioguide, der euch alles Wissenswerte rund um Frankfurt erzählt.

Ebbelwei-Express: Eine besondere Art die Stadt kennen zu lernen, bietet der Ebbelwei-Express. Bei dieser Fahrt mit einer speziellen Straßenbahn wird das regionale Getränk serviert (mehr dazu lest ihr weiter unten in diesem Beitrag) und man fährt an einigen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Frankfurts vorbei. Die Fahrt dauert rund 1 Stunde.

Spezialtouren: Es gibt natürlich noch viele andere Touren für sämtliche Interessen, für den Kunstinteressierten Führungen in einem der schönen Museen, extra Architekturtouren, um mehr über die beeindruckenden Hochhäuser zu erfahren und viele mehr. Ob man lieber in einer Gruppe die Stadt erkundet oder mit einem privaten Guide eine Tour genau nach seinen Wünschen plant, all dies ist möglich.

Tipps für euren Tour durch Frankfurt

Um Frankfurt aber richtig kennen zu lernen, müsst ihr euch auf die Stadt und seine Lebensart einlassen. Hier sind dafür ein paar Tipps für euch:

Apfelwein, Ebbelwei

Ebbelwei und Handkäs mit Musik ausprobieren

Zu jeder Region bzw. Stadt gehören neben den Sehenswürdigkeiten auch die lokalen kulinarischen Spezialitäten. In Frankfurt ist besonders der Apfelwein, Ebbelwoi, und der Handkäs mit Musik beliebt. Der Apfelwein wird dabei entweder mit Mineralwasser gemischt, der Sauergespritze, oder mit Limonade, der Süßgespritze. Traditionell wird er in einem Bembel serviert. Dies ist ein Tonkrug. Zum Ebbelwoi solltet ihr dann am besten einen Handkäs mit Musik bestellen. Dies ist ein Sauermilchkäse der mit „Musik“ serviert wird. Die „Musik“ ist dabei eine Marinade aus Öl, Essig, vielen Zwiebeln und Pfeffer. Als Beilage gibt es meist ein gutes Brot.

Kleinmarkthalle

In der Kleinmarkthalle, einer überdachten Markthalle, kann man gemütlich an den verschiedenen Ständen essen und das umtriebige Treiben der Händler beobachten. Es ist gerade bei Frankfurtern ein sehr beliebter Ort. Neben exotischen Produkten, bekommt ihr hier auch viele regionale und typisch hessische Produkte.

Frankfurt's Blick

Spaziergang am Abend durch das Bankenviertel und am Main entlang

Ein besonderes Flair der Stadt könnt ihr erleben, wenn ihr abends durch das Bankenviertel lauft. Die beleuchtenden Hochhäuser sind auf jeden Fall ein Erlebnis, das man aus anderen Städten in Deutschland nicht kennt. Den besten Blick auf die Skyline habt ihr dann, wenn ihr zum Main lauft und z.B. über die bekannte Fußgängerbrücke den „Eisernen Steg“ auf die andere Mainseite wechselt

Straßenfeste in Frankfurt

Wenn ihr wisst, wann ihr nach Frankfurt kommt, überprüft auf jeden Fall auch einmal den Kalender der Straßenfeste, denn diese sind in Frankfurt besonders schön. So locken unter anderem das Museumsufer- und das Bergerstraßenfest viele Frankfurter an, aber auch von außerhalb kommen Besucher in die Stadt und bis tief in die Nacht wird dort gefeiert.

Wenn ihr also das nächste Mal nach einem Reiseziel in eurer Nähe sucht, vergesst die hessische Metropole am Main nicht. Frankfurt verbindet in faszinierender Weise Altes mit Modernem. Ihr werdet sicherlich sehr positiv überrascht sein.

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