München entdecken: Tipps, Touren und Sehenswürdigkeiten

München steht für viele vor allem für alte Traditionen: das Oktoberfest, Bier und vielleicht sogar die traditionellen Trachten und Lederhosen. Zwar sind die Bayern sehr stolz auf diese Traditionen, aber München bietet viel mehr und ist eine moderne, weltoffene Stadt. Wir zeigen euch in diesem Beitrag, was ihr auf jeden Fall in München sehen solltet und was die Geheimtipps sind. Dabei sind viele der Sehenswürdigkeiten in Laufnähe zueinander, so dass man erst für die weiter entfernten mit der Bahn oder einem der Hop On Hop Off Busse fahren muss.

München steht für viele vor allem für alte Traditionen: das Oktoberfest, Bier und vielleicht sogar die traditionellen Trachten und Lederhosen. Zwar sind die Bayern sehr stolz auf diese Traditionen, aber München bietet viel mehr und ist eine moderne, weltoffene Stadt. Wir zeigen euch in diesem Beitrag, was ihr auf jeden Fall in München sehen solltet und was die Geheimtipps sind. Dabei sind viele der Sehenswürdigkeiten in Laufnähe zueinander, so dass man erst für die weiter entfernten mit der Bahn oder einem der Hop On Hop Off Busse fahren muss.

Münchner Sehenswürdigkeiten

Rathaus am Marienplatz

Das alte und das neue Rathaus am Marienplatz

Der Marienplatz ist der zentrale Platz in München. Er ist der Beginn der Fußgängerzone, der Ort an dem der FC Bayern München mit seinen Fans seine Triumphe feiert und ein historischer Ort für die bayrische Hauptstadt. Hier befinden sich das alte und das neue Rathaus. Da alte Rathaus wurde 1475 im Spätgotischen Stil erbaut und war bis 1875 Sitz des Münchner Bürgermeisters.  Direkt neben dem alten Rathaus steht sein Nachfolger, das 1909 im letzten von drei Bauabschnitten fertig gestellt wurde. Das punkvolle Gebäude lockt nicht nur wegen seinem wunderschönen Baustil viele Besucher Münchens auf den Marienplatz, sondern auch weil sich in regelmäßigen ein Glockenspiel an der Front des Gebäudes bestaunen lässt. Es beginnt um 11 und 12 Uhr und von März bis Oktober auch um 17 Uhr. Das Glockenspiel erzählt dabei von einer bedeutenden Hochzeit aus dem Jahr 1568, zum anderen über die Freude der Münchner nachdem die Stadt eine Pestepidemie überstanden hatte. Der Marienplatz, das Herz Münchens, ist übrigens auch der perfekte Stadtpunkt für eure Stadtführung.

Der Vikutalienmarkt im Zentrum Münchens

Der Vikutalienmarkt

Der Viktualienmarkt ist der traditionelle Lebensmittelmarkt im Zentrum Münchens, unweit des alten Rathauses. Heute findet man hier viele Lebensmittelstände mit frischen Lebensmitteln und alteingesessene Läden wie Metzger, Bäcker und einige andere. Hier gibt es viele Delikatessen zu probieren. Rund um den Viktualienmarkt befinden sich auch viele Restaurants oder ihr nehmt euch einfach eine typische bayrische Leberkassemmel auf die Hand.

Die Frauenkirche in München

Die Frauenkirche

Die Frauenkirche ist eines der Wahrzeichen der Stadt und liegt nur ein paar Meter vom neuen Rathaus entfernt. Die zwei Zwillingsturme überragen die Innenstadt, da laut Bausatzung kein Gebäude höher sein darf als die Frauenkirche. Die Kirche wurde innerhalb von nur 20 Jahren erbaut und im Jahr 1488 fertig gestellt, nur die Turmspitzen, die übrigens verschieden hoch sind, benötigten etwas mehr Zeit bis zu ihrer Fertigstellung. Wenn ihr die Kirche besichtigt, müsst ihr unbedingt im hinteren Teil des Kirchenschiffes nach dem „Teufelstritt“ schauen. Es ist ein Abdruck im Boden und soll angeblich ein Abdruck des Teufelsfußes sein. Über den Hintergrund gibt es leicht abweichende Legenden. Aber der Teufel soll sich darüber gefreut haben, dass man scheinbar vergessen hatte, in die Kirche Fenster einzubauen, da man von dieser Stelle aus keine Fenster sehen kann. Prüft das auf jeden Fall einmal selbst. Der Teufel stampfte vor Freude in den Boden und hinterließ den „Teufelstritt“.

Odeonsplatz

Odeonsplatz

Nächster Halt auf eurer Stadttour in kurzer Distanz zur Frauenkirche ist der Odeonsplatz. Von hier aus seht ihr mehrere beeindruckende Gebäude, wie die Feldherrenhalle, die Theatinerkirche und die Residenz. Etwas weiter entfernt die Ludwigstraße nach Norden könnt ihr das Siegestor sehen. Von dort an heißt die Straße Leopoldstraße. Der Grund ist, dass hier früher die Stadtmauer verlief und es zwei separate Straßen waren. Am Odeonsplatz lohnt es sich auf jeden Fall, die im italienischen Spätbarock erbaute Theatinerkirche zu besuchen. Danach könntet ihr in einem Café im Hofgarten, gleich nebenan, eine gemütliche Pause machen.

Die Residenz - Schlossmuseum in München

Die Residenz

Die Residenz schließt direkt an den Odeonsplatz an. Sie war der Sitz der Wittelsbacher, der Familie der bayrischen Könige. Heute ist die Residenz ein Schlossmuseum und man kann hier wunderbar in die alte Zeit von Königen, Rittern und Burgfräulein abtauchen. Eine Tour durch das Museum ist ratsam, da der Führer euch spannende Geschichten über die Wittelsbacher erzählen kann und so die Exponate beinahe zum Leben erwachen.

Bayrische Staatsoper

Bayrische Staatsoper

Wenn ihr von der Residenz wieder Richtung Marienplatz schlendert, kommt auf ihr auf den Opernplatz mit der bayrischen Staatsoper.  Die ersten Aufführungen wurden hier bereits um das Jahr 1700 durchgeführt. Heute gibt es hier ein stetig wechselndes Programm und jährliche Opernfestspiele. Besonderes Highlight im Sommer ist die Open Air Oper, bei der die Aufführung aus dem Saal auf einer Leinwand nach außen übertragen wird. Der Opernplatz ist dann voll mit Zuschauern, die sich eigene Decken für den Boden, Wein und Picknick mitbringen.

Englischer Garten in München

Englischer Garten

Unweit der Staatsoper findet ihr die grüne Seele der bayrischen Hauptstadt. Auf dem Weg dorthin lauft ihr auch am bayrischen Landtag vorbei.

Der Englische Garten erstreckt sich auf einer Fläche von 375 Hektar durch München, teilweise entlang der Isar. Er ist das beliebteste Ausflugsziel der Münchner, denn hier trifft man sich zum Feierabendbier, zum Sonntagspicknick oder um Sport zu treiben. Im Park selbst gibt es Biergärten und Monumente und Gebäude aus verschiedenen Epochen. So solltet ihr auf jeden Fall den Ausblick auf die Altstadt vom Monopteros genießen, im Biergarten am Chinesischen Turm essen und das Teehaus auf einer künstlichen Insel besuchen. Ein absolutes Highlight im Park ist die Surferwelle am Eisbach in der mitten in der Stadt Surfer die Wellen des Baches reiten, meist umgeben von staunenden Zuschauern. Weiter nördlich im Park kann man manchmal auch die Schafherde antreffen, die hier wie ihre Vorfahren bereits seit vielen Jahrzehnten, grast. Am besten mietet ihr euch Fahrräder, um den ganzen Park zu erkunden.

Schloss Nymphenburg mit dem Schlosspark

Schloss Nymphenburg mit dem Schlosspark

Ein weiterer sehr schöner Park, in dem aber das Fahrradfahren leider verboten ist, ist der Schlosspark vom Schloss Nymphenburg. Das Schloss mit seinem rund 180 Hektar großen Park war die Sommerresidenz der Wittelsbacher und liegt im Westen der Stadt im Stadtviertel Neuhausen-Nymphenburg. Das Schloss wurde von den verschiedenen Herrschern aus der Familie der Wittelsbacher immer weiter ausgebaut. Man kann das Schloss besichtigen und eine Führung durch die Gemächer der Königsfamilie machen. Aber auch die beiden Museen, die sich in den Gebäuden des Schlossen befinden, sind einen Besuch wert. Im Marstallmuseum kann man eine große Sammlung an Kutschen aus den verschiedenen Epochen bewundern. Im Schlosspark selbst, gibt es verschiedene Gebäude in unterschiedlichen Baustilen und schöne Wasserspiele zu sehen.

Olympiapark

Olympiapark

München ist eine sehr grüne Stadt und so haben wir noch einen weiteren Park in unserer Liste der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in München: den Olympiapark. Wie der Name erahnen lässt, wurde der Park für die olympischen Spiele 1972, die in München stattfanden, angelegt, Herzstück des Parks ist dabei das Olympiastadion und der Olympiaturm. Das Olympiastadium war viele Jahre die Heimspielstädte des FC Bayern München und der TSV 1860 München, ehe diese in die Allianz Arena umzogen (und die 60er inzwischen ins Grünwalder Stadion). Auf dem Gelände des Parks befinden sich aber noch viele weitere Sportstätten, die fast alle für die Olympiade errichtet wurden. So sind dort Turnhallen, eine Schwimmhalle, eine Eissporthalle, Tennisanlagen und ein Radstadion. Der Park mit dem Olympiasee lädt aber auch zu einer Pause während eurer München Tour ein. Einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt habt ihr aus dem knapp 290 Meter hohen Olympiaturm.

BMW Welt

Vom Olympiapark könnt ihr einfach über die Brücke über den „Mittleren Ring“, eine Straße, die einmal in Ringform um das Münchner Zentrum führt, zur BMW Welt laufen und hier kommen alle Autoliebhaber auf ihre Kosten. Denn hier stellen die Bayrischen Motorwerke, wie BMW mit vollem Namen heißt, eine Vielzahl ihrer Fahrzeuge seit Gründung des Unternehmens aus. Am besten nehmt ihr an einer Tour durch das Museum teil, damit euch die vielen kleinen Geschichten um die einzelnen Exponate erzählt werden können. Es ist äußerst spannend zu erfahren, wie das bayrische Traditionsunternehmen zu einer Weltmarke wurde und was die Globalisierung für das Unternehmen bedeutet. Highlight sind aber natürlich die vielen einzigartigen Autos, die es teilweise nur hier zu sehen gibt.

Allianz Arena

Etwas außerhalb der Stadt, rund 10 Minuten nördlich von der BMW Welt liegt die Allianzarena, das Stadion des FC Bayern München. Am besten erreicht man die Allianz Arena mit der U-Bahn. Das Sportmonument ist besonders beeindruckend, wenn es beleuchtet erstrahlt. Dabei strahlt es meist entweder in rot, wenn der FC Bayern spielt oder in weiß bei anderen Anlässen. Technisch könnte noch eine Vielzahl an weiteren Farben genutzt und sogar zu Graphiken kombiniert werden, dies lehnen aber die Behörden ab, da die Ablenkung für die auf der Autobahn vorbeifahrenden Autofahrer zu groß sein könnte. Nur zu besonderen Anlässen, gibt es Sondergenehmigungen, wie für die Farbe Grün am St. Patrick’s Day. Das Stadion fasst rund 75.000 Zuschauerplätze und ist neben Spielstädte für Fußball auch immer wieder Veranstaltungsort für Konzerte von Weltstars. Echte Fans sollten sich auf jeden Fall für eine Führung durch die Arena anmelden, da man u.a. die Möglichkeit hat, in die Kabine des FC Bayerns zu kommen.

Deutsche Museum

Solltet ihr kein Wetterglück für eure Tour nach München haben, gibt es viele Möglichkeiten, einzigartige Dinge im Trockenen zu sehen. Besonders bietet sich hier das Deutsche Museum an. Mit vollem Namen heißt es „Deutsche Museum von Meisterwerken der Natur und Technik“ und der Name beschreibt die Exponate des Museums recht treffend. Ihr könnt im Museum in 50 unterteilten Bereichen rund 28.000 Exponate bestaunen. Das Besondere ist, dass sehr auf die Interaktion der Besucher geachtet wird, das heißt für euch, dass es viel zum selbst Ausprobieren gibt, so dass auch komplexere Themen wunderbar verständlich werden und das Museum eine Empfehlung für Jung und Alt ist. Höhepunkte gibt es im Deutschen Museum viele, aber unbedingt ansehen solltet ihr euch die Bergbauanlage, die U-Boote und die Demonstration zum Thema Starkstrom.

Alte und Neue Pinakothek in München

Alte und Neue Pinakothek sowie Pinakothek der Moderne

Weitere wunderbare Museen in München sind die drei Pinakotheken, die alle Kunstmuseen sind und sich durch die Entstehungsepochen der jeweiligen Exponate voneinander unterscheiden. So findet ihr in der Alten Pinakothek Meisterwerke aus dem Mittelalter bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, in der Neuen Pinakothek Kunstwerke des 19. Jahrhunderts und in der Pinakothek der Moderne Werke der Moderne.

Geheimtipps für München

Es gibt noch viele weitere wunderschöne Orte in München, daher reicht meist selbst ein Wochenende nicht aus, um die bayrische Metropole zu erkunden und es gibt natürlich so viel mehr als nur die Sehenswürdigkeiten zu entdecken, so dass wir hier ein paar Geheimtipps für euch haben.

Alter Peter

Um einen wunderbaren Ausblick über die Altstadt zu haben, solltet ihr den sogenannten Alten Peter hinaufsteigen. Der alte Peter ist der Kirchturm der Peterkirche nur ein paar Schritte vom Marienplatz entfernt. Es geht eine enge Wendeltreppe hinauf bis auf das Dach des Turms und von hier könnt ihr alles überblicken und eure Tourroute durch München „von oben“ planen.

Weißwurst essen im Ratskeller

Weißwurst essen im Ratskeller

Vielleicht hat dem ein oder anderen in unserer Liste der Sehenswürdigkeiten das Hofbräuhaus gefehlt, aber wir empfehlen lieber andere Gaststätten, die noch authentischer sind und nicht nur auf die touristischen Interessen ausgerichtet sind.  Davon gibt es in der Innenstadt einige. Besonders „urig“ finden wir den Ratskeller unter dem neuen Rathaus, wo man wunderbar eine Weißwurst mit Brezn essen kann. Wichtig: nach alter bayrischer Tradition muss man die Weißwurst vor 12 Uhr mittags essen (aber ihr bekommt sie auch später in den Gaststätten).

Nachtwächter Fackeltour

Wer die Stadt auf besonders beeindruckende Weise kennenlerne will, der meldet sich für eine Nachtwächter Fackeltour an. Ein Nachtwächter aus dem Mittelalter führt euch dann mit Fackeln durch die Altstadt und erzählt euch alles über das Leben der damaligen Zeit mit Rittern, Königen, Hexen und den Plagen der damaligen Zeit.

Transport in München

Wer die Stadt auf besonders beeindruckende Weise kennenlerne will, der meldet sich für eine Nachtwächter Fackeltour an. Ein Nachtwächter aus dem Mittelalter führt euch dann mit Fackeln durch die Altstadt und erzählt euch alles über das Leben der damaligen Zeit mit Rittern, Königen, Hexen und den Plagen der damaligen Zeit.

Wenn ihr euch entscheidet nach München zu reisen, überlegt, ob ihr nicht noch mehr Zeit einplant, um das Umland zu erkunden. Rund um die bayrische Hauptstadt erwarten euch Schlösse, wie das berühmte Schloss Neuschwanstein, Seen, Berge und wunderschöne Landschaften.

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